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Unternehmensführung

Das Management hat den bedeutendsten Einfluss auf Unternehmenskultur, Mitarbeitermotivation und Arbeitsklima. Führungskräfte müssen das Ganze im Blick behalten und trotzdem dem Einzelnen gerecht werden. Senges fünfte Disziplin "Systems Thinking" ist daher in erste Linie eine Herausforderung für Führungskräfte.

Systems Thinking für Führungskräfte

Senges wichtigste Disziplin der Learning Organization heißt Systems Thinking: Denken in großen Zusammenhängen und komplexen Systemen. Dafür müssen Führungskräfte nicht nur verstehen, wie die Teile eines Systems zusammenhängen und sich gegenseitig beeinflussen, sie müssen auch eine Vorstellung von der Richtung haben, in die sie ein System entwickeln wollen.
In allen Systemen gibt es eine Eigendynamik. Diese zu beherrschen und richtige Veränderungen anzustoßen ist die große Kunst von visionären Führungskräften.
Eine Learning Organization ist ein System, das sich aus sich selbst heraus weiterentwickelt, lernt und immer wieder in der Lage ist, sich an veränderte Bedingungen anzupassen und neue Herausforderungen zu meistern. Nur Führungskräfte, die ihre Organisation als System verstanden haben, sind in der Lage, Veränderungen anzustoßen und eine Organisation in ein lernendes System zu transformieren.

Transformationale Führung: Voraussetzung für Learning Organizations

Während transaktionale Führung auf dem rationalen Prinzip "Leistung" und "Gegenleistung" beruht, ist transformationale Führung auch der emotionalen Ebene verpflichtet. Transformationle Führung bedeutet, Menschen zugleich zu inspirieren und zu motivieren. Die Führungskraft ist ideelles Vorbild, aber auch Förderer, Moderator und Coach (vgl. Bass & Avolio: Transformational Leadership).
Zahlreiche Studien belegen, dass transformationale Führung erfolgreicher ist. Für Learning Organizations ist sie eine Notwendigkeit. Führungskräfte helfen ihren Mitarbeitern dabei, sich weiterzuentwickeln, sich höhere Ziele zu setzen (Personal Mastery) und die eigenen Überzeugungen und Vorstellungen zu überprüfen (Mental Models).
Die Kennzeichen transformationale Führung sind:

1) Individual Consideration. Individuelle Förderung und Coaching von Mitarbeitern. Die transformationale Führungskraft hilft dem Mitarbeiter zu wachsen und neue Ziele zu erreichen (Personal Mastery).

2) Intellectual Stimulation. Die transformationale Führungskraft regt die intellektuelle und geistige Entwicklung an; hilft dabei, Vorstellungen und Überzeugungen zu überprüfen und zu erweitern (Mental Models).

3) Inspirational Motivation. Die transformationale Führungskraft motiviert Mitarbeiter durch Inspiration und sinnhafte Ziele (intrinsische Motivation).

4) Idealized Influence. Transformationale Führungskraft sind selbst charismatisches Vorbild für ihre Mitarbeiter.

Transformationale Führung im Learning Organization Survey

Das Learning Organization Survey (LOS) enthält als wichtige Komponenten "transformationale Führung" und "Systems Thinking". Mit der Online-Version des LOS kann in wenigen Schritten ermittelt werden, ob die Voraussetzungen für eine Learning Organization gegeben sind.

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